2016/2017 Anträge im Stadtrat von Dr. Babor

Leben im Alter                                                       

Pflege und Gesundheit    
06.05.2016

Wohnortnahe integrierte Versorgungszentren für ältere Menschen
Die Landeshauptstadt setzt sich dafür ein, dass im Rahmen der geplanten Gesundheitsreform auch wohnortnahe integrierte Versorgungszentren für ältere Menschen entstehen, möglich neben den Klinika Harlaching und Schwabing, dort wo Netzwerke für die Versorgung aufgebaut werden können.

Begründung:

Die Zahl der stationär im Krankenhaus behandelten Menschen ab 65 Jahre nimmt deutlich zu. Aufgrund der Art und Schwere ihrer Erkrankungen sowie der damit zusammenhängenden besonderen Behandlungsbedürftigkeit dauerten die Krankenhausaufenthalte älterer Menschen länger als die Krankenhausaufenthalte von Patientinnen und Patienten unter 65 Jahren. Die Zahl der Notfälle ist ebenfalls höher. Auch die Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (Sozialgesetzbuch XI) nimmt zu. Ende 2013 waren  bereits 2,2 Millionen Menschen ab 65 Jahre pflegebedürftig.

Die Blickschärfung für die Anliegen geriatrischer Patienten und die Berücksichtigung der Besonderheiten des alten Menschen in Anamnese, Betreuung und Therapie sind eine große Herausforderung. Daher könnte die Betreuung kranker älterer Menschen  in medizinisch integrierten Versorgungszentren (Hausärzte, Altersmedizin, Hospiz- und Palliativstation, Reha-Abteilungen usw.) effizienter erfolgen.

Bei einer sachdienlichen Ausgestaltung solcher Netzwerke bieten Behandlungsabläufe und Synergien Vorteile, von denen alle Beteiligten profitieren: Die niedergelassenen Ärzte, die Krankenhäuser und nicht zuletzt die Patienten. Es ist dabei wünschenswert, wenn auch die Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenhäusern kooperieren, ebenso die Sozialverbände vor Ort.
In diesem Zusammenhang kann das Klinikum Harlaching erwähnt werden, da es derzeit eine herausragende Rolle spielt bei der Versorgung der Bürger/innen des Münchner Südens mit seinen Umlandgemeinden. Dabei ist das Notfallzentrum die unbestrittene etablierte Schnittstelle zwischen Ambulanz, Praxis und Krankenhaus. Das BCG-Sanierungskonzept sieht im Klinikum Harlaching neben den Schwerpunkten Neurozentrum und Mutter-Kind-Zentrum (mittlerweile ergänzt durch die operative Gynäkologie) einen Schwerpunkt Seelische Gesundheit/Altersmedizin vor. Ergänzend wurden vom Stadtrat am 08.07.2014 die Erhaltung aller „vier Klinikstandorte … in lebensfähiger Form“ und einer „umfassenden Notfallversorgung (einschließlich SK 1 Patienten) an allen vier Standorten“, also auch am Klinikum Harlaching, beschlossen. Somit sind beste Voraussetzungen für die Realisierung des Moduls „Wohnortnahes integriertes Versorgungszentrum für ältere Menschen im Münchner Süden am Standort Harlaching“ gegeben.
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Der gewählte Seniorenbeirat braucht ein selbstverwaltetes Budget  11.04.2016

Zur Zeit gibt es für den gewählten Seniorenbeirat und die Seniorenvertretungen in den Stadtbezirken kein selbstverwaltetes Budget.
Der Stadtrat beschließt für den Seniorenbeirat und den 25 Seniorenvertretungen ein selbstverwaltetes Budget, wie es auch den Bezirksausschüssen und dem Ausländerbeirat
gewährt wird.

Begründung

Zur Zeit ist der Seniorenbeirat organisatorisch und finanziell an das Sozialreferat angebunden, denn eine Vielzahl der Themen des Sozialreferat hat ältere Menschen als Hauptzielgruppe.
Neben der sozialen Betreuung durch das Sozialreferat hat der Seniorenbeirat weitere Belange der älteren Bevölkerung zu vertreten wie Sicherheit, Gesundheit und Altersmedizin, Mobilität, kulturelle Angebote usw. Diese Bereiche sind nicht im Sozialreferat angesiedelt, sonder zuständig sind das KVR, RGU, der MVV, das Kulturreferat. Daher ist die finanzielle Bindung an das Sozialreferat nicht zwingend notwendig. Vielmehr ist ein Stadtratsbeschluss erforderlich, der dem Seniorenbeirat wie den Bezirksausschüssen oder Ausländerbeirat ein selbstverwaltetes Budget ermöglicht, damit nicht wie jetzt Ausgaben über 50 € genehmigt werden müssen.“
Der jüngste Beschluss des Sozialausschusses vom 10.03. hat zum Inhalt, dass bezüglich des jährlichen Budget  eine Beschlussvorlage zur Änderung der Satzung des Seniorenbeirats im 4. Quartal 2016 vorgelegt wird.
Dabei könnte auch ein selbstverwaltetes Budget beschlossen werden.
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Trümmerfrauen
An den
Intendaten des Bayerischen Rundfunks                                                         13.05.2016
Herrn
Ulrich Wilhelm

Sehr geehrter Herr Wilhelm,
zu Ihrer Information ist das Schreiben an den Redaktionsleiter Andreas Bachmann beigelegt.
In der Sendung Kontrovers am 04.05. wurde zugelassen, dass der Begriff „Trümmerfrauen“ eingeengt wird.
2007 habe ich mit weiteren vom Vorhaben überzeugten Mitgliedern den „Verein  Dank der Aufbaugeneration, insbesondere den Trümmerfrauen e.V.“ gegründet.
2013 konnte ein bescheidener Gedenkstein errichtet werden. Dankesbekundungen aus ganz Deutschlad folgten, auch von Frauen die diese Nachkriegszeit  durchlebten und ein ganz anderes Bild im Gegensatz zur Sendung von Trümmerfrauen vermittelten, so wie es den Frauen der Aufbaugereration gebührt. Diesen Begriff von Trümmerfrauen teilen wir.

Herzlichst
(Dr. Reinhold Babor, Stadtrat)

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Leben im Alter

Wohnen             Wohnungsgrundrisse  für veränderbare Wohnungsgrößen   
12.05.2016
In Wohnungsbauprogrammen werden Pilotprojekte gestartet, mit denen geprüft wird, wie  geeignete Wohnungsgrundrisse eine spätere Aufteilung in kleinere Wohneinheiten ohne große und kostspielige Umbauten technisch ermöglichen, bei Bedarf wieder die größeren Wohnungen entstehen und die Wohnmobilitätsberatung zu organisieren ist.

Begründung:

Veränderbare Wohnungsgrößen können dazu beitragen, den Wohnungsbedarf den verschiedenen Lebens-Phasen anzupassen und gleichzeitig im vertrauten Viertel wohnen zu bleiben. Dies wird nach vielen Untersuchungen gerade im Alter von den meisten Menschen gewünscht. Ein Wohnungsumzug in eine kleinere Wohnung muss dann nicht erwogen werden, wenn der Ehepartner verstorben und die Kinder aus dem Haus sind.
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Presse Info Senioren-Union 13.11.2017
Stadtrat Dr. Reinhold Babor mobil   0160 4044770

Frei werdendes Gelände am Klinikum Harlaching
für ein wohnortnahes integriertes Versorgungszentrum für ältere hilfsbedürftige Menschen nutzen

In der Beschlussvorlage des Gesundheitsausschusses vom 09.11.2017 (Nr. 14-20/V 09542)
Medizinische Versorgung im Alter werden auf den Seiten 22 und 23 unter 9. mein Antrag vom 12.05.2016 und der Antrag der Bürgerversammlung  des BA 18  vom 24.11.2016 positiv aufgegriffen und dazu ausgeführt:
 
„Damit wird das Ziel verfolgt, alle an der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung beteiligten Akteure zu vernetzen, um eine Verbesserung der Versorgungssituation alter hilfsbedürftiger Menschen im Krankheitsfall wohnortnah zu erreichen. Die Initiative Klinikum Harlaching hat dazu eine Ideenskizze erstellt. Diese wird zusammen mit dem RGU weiterentwickelt.“

Stadtrat Dr. Reinhold Babor und Vorsitzender der Initiative Klinikum Harlaching:
„ Es ist wichtig zu betonen, dass der Standort Harlaching als Pilotregion für die benachbarten Stadtbezirke und direkt angrenzenden Umlandgemeinden gute Voraussetzung bietet, ein solches Versorgungsnetz für ältere hilfsbedürftige Menschen  zu schaffen. Auch sollte das Referat für Stadtplanung diese Nutzung bei städtebaulichen Überlegungen für das freiwerdende Areal berücksichtigen.“ 

Auch das medizinische Versorgungsmanagement des RGU wird in Zusammenarbeit mit der Katholische Stiftungsfachhochschule die Konzeptentwicklung voranbringen.

Stadtrat Dr. Reinhold Babor weiter:
„Die Initiative Klinikum Harlaching hat wichtige Vorarbeit geleistet und ist weiterhin bei der Umsetzung des Projekts beteiligt. Die Finanzierung und der Betrieb dieses Versorgungszentrum könnte erleichtert werden, wenn Zweckverbände mit den angrenzenden Gemeinden zustanden kommen. Das Klinikum Harlaching kann mit dem Erhalt hierzu notwendiger Abteilungen der inneren Medizin und der vorhandenen Notaufnahme das Versorgungszentrum unterstützen.“

gez.
Dr. Reinhold Babor
Stadtrat
Bezirksvorsitzender Senioren-Union München
Vorsitzender Initiative Klinikum Harlaching
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Am 09.08.2017 berichtet die SZ, dass die Streifenkarte aus den neuen Automaten erhältlich sein wird.

Die gerade bei Senioren beliebte Streifenkarte konnte über Jahre nicht mehr bei Fahrer gekauft werden. Auch die aufgestellten Automaten in Tram und Bus waren nicht eingerichtet, um Streifenkarten zu erwerben.
Eine Reihe von Anträgen vergangener Jahre haben  auf diesen schlechten Service der MVG hingewiesen.

Antrag Nr. 3505 vom 17.01.2002 Dr. Reinhold Babor 

Die beliebte Streifenkarte muß in allen Verkehrsmitteln erhalten bleiben!                                                                                Ablehnung, es besteht die Möglichkeit Streifenkarten an den vorhandenen stationären Automaten oder                           sonstige Verkaufsstellen zu erwerben


Antrag Nr. 481 vom 28.11.2002  Dr. Reinhold Babor  Elisabeth Schosser

Fahrscheinverkauf – insbesondere der Streifenkarte – verbessern
      Ablehnung, keine Notwendigkeit

Antrag Nr. 2128 vom 02.12.2004 Dr. Reinhold Babor

Wiedereinführung der Streifenkarte in Tram und Bus
     Ablehnung, nicht notwendig, da Vorverkauf möglich ist.

Antrag Nr. 1190 vom 13.11.2009  Dr. Reinhold Babor


Streifenkarten wieder in Tram und Bus – Mobilitätshilfe für   Seniorinnen und Senioren
    Ablehnung, die in Tram und Bus aufgestellten Automaten stellen eine 
    Ergänzung der MVG-Verkaufstellen und stationären Automaten dar.
 

Jetzt erst 2017 werden Automaten in Bus und Tram  montiert, aus denen auch  Streifenkarten erhältlich sind.
Eine längst überfällige Verbesserung für alle, die nicht täglich mit dem MVV unterwegs sind.